Softwareentwicklung IT-Beratung Messe, POS und Promotion Netzwerk- und Kommunikationstechnik Über uns  Impressum  Startseite
 
 
  Schwerpunktthema

Die größten Irrtümer und Mythen der EDV

In der EDV gibt es eine Reihe von Mythen und Fehlinformationen, die sich hartnäckig halten und immer wieder falsch weitergegeben wurden. Einige dieser Irrtümer wollen wir im Folgenden aufklären.

1. DOS wurde von Bill Gates erfunden
QDOS wurde 1980 von Tim Paterson als Betriebssystem für PCs mit Intel x86-Prozessor entwickelt. Als Vorlage diente das bis dahin beliebte Betriebssystem CP/M. Im Rahmen eines Auftrags für IBM erwarb Gates für 50.000 USD die Rechte und entwickelte das Betriebssystem, teilweise zusammen mit IBM (PC-DOS/MS-DOS), bis 1994 weiter.

2. Die grafische Oberfläche von Windows wurde vom MAC geklaut
Wahr ist, dass die erste grafische Oberfläche 1973 von XEROX entwickelt wurde. Diese Oberfläche ließ sich bereits mit Maus steuern und bot als erstes System ein Darstellungssystem, welches Dokumente auf dem Bildschirm so darstellte, wie es auf einem Drucker ausgegeben wurde (WYSIWYG). Microsoft und Apple ließen sich von diesem Computersystem „inspirieren“.

3. Die Bezeichnung „STRG“ auf einer Taste der Tastatur bedeutet „STRING“
Die Taste STRG dient dem Absetzen von Steuerkommandos. Sie wird immer in Verbindung mit anderen Tasten verwendet (z.B. STRG-ESC). So ist es nicht verwunderlich, dass die offizielle Bezeichnung der Taste „Steuerung“ lautet. Die engl. Beschriftung „CTRL“ steht für „Control“.

4. Firefox ist viel schneller als der Internet-Explorer
Das Betriebssystem Windows lädt bereits beim Start einige Bibliotheken, die vom Internet Explorer benötigt werden. Wird der Internet Explorer geöffnet, brauchen diese nicht mehr geladen werden. Mit diesem Trick erreicht Microsoft, dass der Internet Explorer sehr viel schneller startet. Auch beim Surfen ist die Rendering-Engine des Internet-Explorers nicht langsamer als die des Firefox.

5. Der Firefox-Browser ist viel sicherer als der Internet Explorer
Sowohl Firefox, als auch der Internet Explorer haben eine Reihe von verborgenen Fehlern. Jedoch fallen Fehler im Firefox etwas schneller auf, da der Quellcode offen ist, also von Sicherheitsexperten eingesehen werden kann. Meist werden Sicherheitslecks im Firefox etwas schneller behoben, als beim IE, da Microsoft i.d.R. nur einmal im Monat Patches veröffentlicht.

6. Linux ist sicher. Es gibt so gut, wie keine Sicherheitsprobleme.
LINUX hat, wie jedes andere Betriebssystem auch, einer Reihe von Sicherheitsproblemen, genauso, wie Windows. Es gibt keinen fehlerfreien Programmiercode: Menschen machen Fehler – auch Programmierer. Die Linux-Gemeinschaft ist jedoch sehr aktiv. Dadurch werden Fehler i.d.R. sehr schnell behoben.
Auf Grund des hohen Marktanteils ist Windows für Hacker viel attraktiver. Deshalb werden Trojaner und Viren etc. bevorzugt für Windows entwickelt, was LINUX als sicherer erscheinen lässt.

7. Mit Firewall und Virenscanner ist der PC sicher
Es herrscht die landläufige Meinung, dass ein installierter Virenscanner und ein Firewall den PC sehr sicher machen. Im Prinzip ist dies richtig. Jedoch gibt es viele Umstände, vor denen auch Virenscanner und Firewall nicht, oder nur bedingt schützen können. Hier seien z.B., Rootkits und Phishing zu nennen. Ein Virenscanner, der nicht in kurzen Abständen aktualisiert wird (Online-Update), kann den PC nicht schützen. Der beste Schutz ist noch immer der gesunde Menschenverstand und etwas Hintergrundwissen.

8. Wenn ich keine persönliche Daten im Internet eingebe, kann man mich nicht identifizieren
Bei jeder Verbindung ins Internet bekommen Sie eine IP-Adresse zugewiesen. Dies ist wie eine öffentliche, zeitlich begrenzte Personalausweisnummer, die jeder sehen kann. Die Provider führen genaue Listen, wer sich wann und wie lange und mit welcher IP eingeloggt hat (Vorsicht beim Filesharing!).Ein weiteres Problem sind die sogenannten Cookies. Diese Cookies werden von Seiten erzeugt, die Sie besuchen. Sie speichern Informationen über sie und Ihr Surfverhalten. Schließen sich viele Cookiesammler zusammen, können diese Ihr Surfverhalten und Ihre Interessen protokollieren. Über Abgleich mit anderen Datenbanken lassen sich evtl. auch Email- und persönliche Daten zusammenführen. Vermeiden Sie also auf jeden Fall, mehr Informationen von sich bekannt zu geben, als UNBEDINGT notwendig ist, und löschen sie regelmäßig Ihre Cookies.

9. Historisch: „Es gibt einen Weltmarkt von vielleicht FÜNF Computern.“
Diesen Ausspruch tätigte Thomas J. Watson, der damalige Chef vom IBM, im Jahre 1943. Knapp 40 Jahre später entwickelte genau dieser Konzern den Urvater der heutigen PCs und machte Ihn zum Massenprodukt.

10. Mit fortschreitender Entwicklung des PCs nimmt das Papiervolumen ab.
Trotz elektronischer Archivierung von Mails, Briefverkehr und Dokumenten hat das Volumen von in Büros genutztem Papier, besonders in Form von Ausdrucken, ständig zugenommen. Ausdrucke sind so beliebt, wie noch nie. Wie heißt es so schön ? Papier ist geduldig.

( H. Furchtmann / 01.01.2009 )

 

Newsarchiv

 
 
 
e-mail: kontakt@cfmedia.de © 2020 Cay Furchtmann Softwareentwicklung, Norderstedt Datenschutz