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Stiefkind Datensicherung

In jedem Unternehmen, ob Einzelunternehmen oder Konzern, spielt die Sicherung von Daten eine entscheidende Rolle, doch oft wird sie, besonders in kleineren Unternehmen, stark vernachlässigt. Dabei ist es keine Frage, ob Daten verloren gehen, sondern eher wann. Gründe, warum wichtige Daten restauriert werden müssen, sind vielseitig. Als da wären z.B. Virenbefall, irrtümliches Löschen oder Hardwareausfälle.
Eine gute Planung und ein stabiles Backupmanagement sparen im Fall der Fälle viel Zeit, Geld und vermeiden den Verlust äußerst wichtiger Dokumente.

Um die richtige Sicherungsstrategie zu bestimmen, sollten zunächst einige wichtige Punkte abgeklärt werden. Hierzu gehören u. a.:

* Welche Softwareprodukte werden im Unternehmen eingesetzt ?
* Welche Daten sind zu sichern (Mail, Datenbanken, Softwareeinstellungen, Passworte, Officedokumente) ?
* Wie hoch ist das Datenaufkommen?
* Wer soll sich für die regelmäßige Datensicherung verantwortlich zeichnen (organisatorisch)?
* Wer soll für Anpassungen der Strategien und Mechanismen an die aktuelle Situation (z.B. in Folge neuer Software) verantwortlich sein ?
* Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten für die Datenarchivierung (Finanzwesen, Emailverwahrung, Auftragswesen) ?
* Welches Budget steht zur Verfügung?
* In welcher Zeit muss bei Datenverlust die Restaurierung erfolgen um große finanzielle Folgen zu vermeiden (Wie lange dürfen die EDV-Systeme offline sein) ?
* Wie kann der Zugriff auf die Daten durch unbefugte Personen verhindert werden (räumlich, technisch) ?
* Welche individuellen Umstände sind im Unternehmen zu berücksichtigen (Zugriffe, Anbindungen, Fachwissen, Räumlichkeiten) ?
* Ist eine Hochverfügbarkeit (z.B. mittels Datenredundanz, Ausfallsysteme) gewünscht?
* Wie lange zurück müssen Backups verfügbar sein (oft fallen fehlende Daten erst nach Wochen oder Monaten auf) ?

Datensicherung mit Hot-Plug-MedienSind obig genannte Fragen geklärt, kann durch Abwägen ein geeignetes Sicherungssystem bzw. ein Mix verschiedener Systeme bestimmt werden.
Für kleinere Unternehmen bieten sich Medien wie USB-Festplatten an. CD- und DVD-Sicherung sollten vermieden werden. Der hohe und manuelle Aufwand führt oft zu nur unregelmäßigen Sicherungen. Automatische Streamer-Archivierungen (per Bandlaufwerk) sind hier eine bessere Wahl.
Im Serverbereich und bei Nutzung von Datenbanken stellen Hot-Plug-Geräte eine gute Wahl dar. Ähnlich, wie bei Streamerlaufwerken braucht hier täglich nur ein Medium gewechselt werden.
Ist Hochverfügbarkeit gewünscht, kommt nur ein Spiegelsystem in Frage. Ein zweiter, identischer Server hält ständig eine Kopie des Hauptservers vor. Fällt der Hauptserver aus, übernimmt der Spiegelserver automatisch alle Aufgaben.

Es gibt einige Goldene Regeln der Datensicherung:
* Es sollten mindestens drei Generationen von Sicherungsmedien ständig vorgehalten werden (Großvater - Vater - Sohn).
* Monatlich sollte eine Dauersicherung durchgeführt werden, die langfristig aufbewahrt wird (Bandlaufwerk, DVD).
* Ein aktuelles Sicherungsmedium sollte außerhalb des Unternehmens diebstahlsicher und gegen äußere Einflüsse geschützt (Wasser, Feuer, Vandalismus) aufbewahrt werden.

In jedem Falle sollte zur Bestimmung der richtigen Sicherungssysteme und Strategien ein EDV-Spezialist zu Rate gezogen werden. Spätestens beim ersten Datenverlust wird es sich rentieren.

( H. Furchtmann / 01.12.2007 )

 

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